Yang Chengfu Tai Chi Chuan Center*

Online-Schulung für EU-Zertifizierung - Zentralverband DTB** bietet Teilnehmerschutz, Expertise und Ideologie-Freiheit

Faktencheck als Korrektiv zu Yang Juns International Yang Family Tai Chi Chuan Association*** für Schulen, Lehrer und Unterricht

Staatlich anerkannte berufliche Weiterbildung -Abstract "Yang-Chengfu-Center-Syndrom" <- 30 Jahre wissenschaftliche Forschung und Lehre

"Yang Chengfu Tai Chi Chuan Center" und das "Yang-Chengfu-Center-Syndrom"

Großmeister Yang Juns "Center-Mission zum Wohle der Menschheit" gleicht dem sprichwörtlichen "Buch mit sieben Siegeln". Das esoterische Credo des "Linienhalters in der 5. Generation" beruht auf der chinesischen Wushu-Tradition, die vielen Westlern fremd und ungewohnt ist. Zudem bilden die zahlreichen vom Meister reklamierten (und nicht belegten) Besonderheiten des Geschäftsmodells ja eher einen arg strapazierten Flickenteppich als ein kohärentes Ganzes "aus einem Guß". Dieser entscheidende Umstand ist für die "Corporate Identity", die Lehrer-Qualifizierung und auch für die Wahrheitssuche gleichermaßen hinderlich.

Wer versucht, sich online umfassend über die "Yang-Chengfu-Center" und deren verborgene "Center-DNA" zu informieren, kam bislang trotz langer Suche oft nicht zum Ziel - und das, obwohl sich die Association seit ihrer Gründung 1998 zunehmend breitgefächerter präsentiert hat: Hinzugekommen zur Association-Homepage yangfamilytaichichuan.com sind der Yang-Jun-Web-Eintrag auf esoguru.com, ihre Mitgliederzeitschrift "Connections", ihr Journal, die Symposium-Website und diverse Social Media wie Facebook und Youtube.

Doch offensichtlich enthält ein Großteil der beanspruchten "einzigartigen Besonderheiten" gravierende Widersprüche - und mißlicher noch: Es ergibt sich keineswegs ein schlüssiges Gesamt-Bild und nirgends wird Yang Juns komplette Lehre und Weltsicht in der wünschenswerten Gesamtheit deutlich. Auch wird das Yang-Jun-Narrativ einer Glaubens-Gemeinschaft nur unzureichend kommuniziert. Die Folge: Entscheidende Kernpunkte sind selbst in der engeren "Yang-Jun-Community" nur unvollständig bekannt.

Die gute Botschaft: Die vorliegende TCZ-Dokumentation von Daten, Zitaten, Synopsen, Entwicklungen und Empfehlungen schließt diese Lücke - ein Novum und zudem immens wichtig, denn Erwachsenenbildung und Lehrer-Qualifizierung brauchen Transparenz und Unabhängigkeit der inneren Haltung. So bietet das "Hamburger Modell" allen an den komplexen Symptomen des "Yang-Chengfu-Center-Syndroms" Interessierten erstmalig eine stets aktuelle praktische Orientierung für den persönlichen "inneren Kompaß". Doch angesichts der "Mammutaufgabe Ideologie-Freiheit" ist dies lediglich ein erster Schritt.

Das TCZ macht Mut für die Abwendung vom "Glauben-Müssen" und zur Hinwendung zum "Wissen-Wollen". Mit dieser neuen Daten-Drehscheibe gehören von nun an langwierige Such-Vorgänge nach Zitat-Belegen der Vergangenheit an und jeder verantwortungsvoll Lehrende kann viel treffsicherer und bequemer recherchieren als je zuvor. Damit qualifiziert er sich für das hohe Gut weltanschaulich neutraler Bildungsnormen - und er grenzt sich ab von den noch verbliebenen "Wude-Adepten", die noch unbeirrbar bei "Des Kaisers neue Kleider" mitspielen. Siehe auch FAQ Tai-Chi-Seminare mit Yang Jun.

Innere Haltungen, "mentale Modelle" und Ansätze zu ihrer Erklärung

Die eigene Innere Haltung überdenken und sich klar orientieren - Argumentationshilfen von DTB und TCZ

Diese Webseite bietet einen signifikanten neuen Ansatzpunkt: Sie spricht offen an, was in Glaubensgemeinschaften oft vernachlässigt wird: Die eigene individuelle "Innere Haltung" und wie man sie im westlichen Bildungsbereich zu einer gefestigten Persönlichkeit weiterentwickelt.

Der Buddhismus hat eine lange Reihe außerordentlich gefestigter Persönlichkeiten hervorgebracht - das sehr empfehlenswerte Buch "Bi Yän Lü" beschreibt dies sehr eindrücklich. Lehrer und Schüler, die eine solche Entwicklung im Yang-Stil anstreben, sehen sich dabei allerdings oft mit großen Schwierigkeiten konfrontiert. Ein Problem: Lobby-Gruppen brauchen eher Ja-Sager mit Einsteins berühmten Radius NULL als Standpunkt!

Die Vielschichtigkeit spiegelt sich in den zahlreichen Metaphern und Redewendungen wider.

  • Er trägt ein Brett auf der Schulter (chinesisches Sprichwort)
  • Wer nicht weiß, daß er nicht weiß, glaubt zu wissen (chinesisches Sprichwort)
  • Der Horizont mancher Menschen gleicht einem Kreis mit dem Radius NULL - und das nennen sie dann STANDPUNKT (Albert Einstein)
  • Der, der die verlorenen Schlüssel nicht dort sucht, wo er sie verloren hat sondern unter der Laterne, "weil es dort heller ist". Paul Watzlawick)
  • Im Buddhismus geht es darum aufzuwachen - und nicht darum, etwas besser zu träumen (Alan Watts)
  • Wir brauchen niemanden, der uns Krücken verkauft, sondern jemanden, der uns das Gehen lehrt.
  • Des Kaisers neue Kleider (Märchen von H. Andersen)

Der dem individuellen Verhalten zugrundeliegende "innere Kompaß" ist ein ebenso interessantes wie umfangreiches Thema. in Teil der Qigong- und Taiji-Lehrer ist sich seiner Wichtigkeit nicht bewußt oder verdrängt diese erfolgreich. Das zeigt das "Yang-Chengfu-Center-Syndrom" eindrücklich auf.

 Wettstreit innerer Haltungen in der Taiji-Lehrerausbildung

workgroup yang chengfu tai chi chuan centerTCZ-Geschäftsführer Dr. Langhoff zum Wettstreit innerer Haltungen in der Taiji-Lehrerausbildung: Ich kritisiere die Yang-Jun-Mission seit langem, weil Fragen des Glaubens für mich keine Antworten auf Qualitätssicherung sind. Anders die deutsche Seminar-Community des Großmeisters: Sie ist ja nicht gerade für kritisches Hinterfragen "ihrer Wahrheit" bekannt. Zugegeben - generell gilt: Glaubensgemeinschaften mit ihrer "eingebauten Vorfahrt" sind per Definition über Kritik erhaben. Der Respekt davor verbietet folglich die sachliche Argumentation. Dieser Schutz entfällt jedoch, wenn solche Gruppen in der Erwachsenenbildung tätig sind und dabei ihren Sonder-Status nicht eindeutig äußern. Für mich ist klar, daß fundamentalistische Heilslehren wie die "Shanxi-Seattle-Mission" keine empfehlenswerte Blaupause für verantwortungsvolle Tai-Chi-Lehrerausbildung liefern: Ihr innerer Kompaß weist ja unbeirrt ohnehin stets auf Wahrheit und Wude-Moralkodex. Eins jedoch ist klar: Jeder, der ihm folgt, disqualifiziert sich dadurch selbst für weltanschaulich neutrale Forschung und Lehre. Besonders Lehrende möchte ich auf meinen persönlichen "Weg der Abnabelung" aufmerksam machen. Mein Appell: Seien Sie pragmatisch-klug: Blicken SIE SELBST hinter die Center-Kulissen - noch bevor es Ihre Schüler selber tun!

Mentale Modelle, Achtung und Respekt - wie steht es im Yang-Jun-Umfeld ?

Lehrer und Schüler des Yang-Chengfu-Tai-Chi gleichermaßen sollten sich mit den ihren Anschauungen zugrunde liegenden Narrativen als sinnstiftende Orientierung gründlich befassen. Es wird ihnen letztlich eher zum Vorteil gereichen als solchen, die das für überflüssig halten.

Ein mentales Modell als ein Ausschnitt der Welt schafft eine Weltsicht, die oft genug das Handeln oder Nicht-Handeln mehr bestimmt als die "harten Fakten". Anders als in den Glaubenswelten orientieren sich  „gute“ mentale Modelle am Faktencheck und der Forschung.

Schaut man sich einmal das Yang-Jun-Umfeld genauer an, so lassen sich viele darin gut beschreiben mit den Modellen von Plato und Andersen. Die Szenarien sind dabei - leicht erkennbar - natürlilch total unterschiedlich: Bei Plato würden sie bei Wissenszuwachs ihr Modell ändern und bei Andersen nicht, solange ihnen die Annehmlichkeiten weiter zuteil werden.

Mein eigener "Plato-Weg" mag als Beispiel dienen dafür, um was es mir hier geht. Ich rate jedem dazu, aufrecht seinen Tai-Chi-Weg zu gehen und sich nicht aus Bequemlichkeit wegzuducken. Man sollte sich auch nicht vor den Karren von Lobbyisten spannen lassen oder an Schneeball-Spielen teilnehmen.

Für mich ist einer der zentralen Aspekte die spannende Frage, ob Achtung und Respekt, die man chinesischen Meistern entgegen bringt, sich ändert, wenn das Wissen um Defizite und Ungereimtheiten zunimmt. D. h. wie soll man sich verhalten, wenn man mit dem "Yang-Chengfu-Center-Syndrom" konfrontiert wird?

Platos Modell plädiert für eine Anpassung: Achtung und Respekt würden stark gemindert - man könnte die Fiktionen nicht mehr länger für richtig halten. Ganz anders bei Andersens Modell: Da hier Achtung und Respekt ohnehin nur vorgespiegelt werden, würde ein Wissenszuwachs zu keiner Veränderung führen. Hinzu kommt hier ja noch die Machtfrage des Wude mit Gehorsam und Loyalität.

So oder so wären Achtung und Respekt im Kontext der "Shanxi-Seattle-Mission" ein heikles Thema.

Aber es gibt ja noch den "dritten Weg", wie ihn auch andere Glaubensgemeinschaften gehen. Alles, was Respekt und Achtung mindern könnten, wird als mögliche Bedrohung ausgeblendet - und sozusagen "des Raumes verwiesen". Überbringer schlechter Nachrichten hätten es hier schwer. Dieser Selbstschutz oder "blinde Fleck" wird jedoch verantwortungslos sobald er in der Erwachsenenbildung Einzug hält, denn Teilnehmerschutz und Transparenz bleiben dann auf der Strecke.

Aber natürlich gilt das Thema Achtung und Respekt für jeden von uns - und für mich ist der Plato-Weg alternativlos. Für mich ist daher es ein bis heute ungelöstes Rätsel, wie sowohl die Andersen-Gefolgschaft als auch all die Gläubigen des "Yang-Jun-Narrativs der "Gewißheit des Glaubens" und dem "Wude-Gehorsam" damit auf Dauer klarkommen! Ich jedenfalls habe diese Probleme nicht und ich setze meinen Ehrgeiz darein, meine Schülern für den "Plato-Weg" zu auszubilden.

Fazit: von index:

Dem DTB ist die Qualität, Kompetenz und innere Eigenständigkeit der von ihm betreuten Fachkräfte sehr wichtig. Durch spezielle Fortbildungen der beruflichen Weiterbildung mit dem Qualitätssiegel des Weiterbildung HH sind die Absolventen in der Lage, all das aufzuspüren, was für verantwotungsvolles Lehren und Lernen notwendig ist. Sie müssen zwar ohne "Gewißheit" und "Wahrheit" auskommen, doch durch ihr stetes, offenes Forschen handeln sie viel verantwortungsvoller sich und ihren Schülern gegenüber.

Praktizierende des Yang-Chengfu-Tai-Chi und die Entwicklung der eigenen inneren Haltung durch Fakten-Check

Wie umgehen mit östlichen Esoterik-Anschauungen im Rahmen von qualifizierter und unabhängig überprüfter Lehrerausbildung? Diese "spannende Frage" stellen sich zunehmend mehr Taiji-Praktizierende. Es ist ja so, daß Probleme und Lösungen Konzepte östlicher Kampfkunst, Meditation und Gesundheitsförderung mit unseren westlichen Werten nicht direkt vereinbar sind. Während es im Osten ein Wert ist, dem Meister gegenüber loyal und gehorsam zu sein sowie Kritik aus Respekt zurückzustellen, so gelten hierzulande andere Qualitätsnormen, zu denen innere Unabhängigkeit ebenso gehört wie Fakten-Treue.

Viele Institutionen der Gesundheitsbildung, die z. B. Entspannungskurse mit Tai Chi oder Qigong anbieten wollen, sehen sich daher unversehens mit Esoterik-Problemen konfrontiert, auf die ihre Entscheider nicht ausreichend vorbereitet sind. Sie sollten sich bei weltanschaulich neutralen Verbänden wie dem DTB informieren, ob Kursleiter den Normen des Bildungsbereichs entsprechen oder für fundamentalistische Heilslehren inclusive des WUDE-Codes eintreten! Wichtig: Kursleiter nutzen sogar völlig unterschiedliche Kursankündigungen je nach Kontext oder Zielgruppen! Eine Webseiten-Prüfung kann dabei eine - wenn auch nur sehr bedingt aussagekräftige - Orientierungshilfe sein.

Entscheidungshilfe / Argumentationshilfe für Innere Eigenständigkeit

Weltweit ist der Yang-Stil am weitesten verbreitet. Bezüglich der Entwicklung aus den Yang-Luchan-Ursprüngen über Yang Chengfus Modifizierungen bis hin zur heutigen 6. Generation werden praktisch alle Themen so kontrovers diskutiert, dass eine gemeinsame Basis fehlt. Erläutert werden soll dies an einem begrenzten, gut überschaubaren Bereich: "Yang Chengfu Center", "International Association (IA)" und das "Hamburger Modell". Zusatz-Infos bietet der englischsprachige Artikel "The Yang Chengfu Center Syndrome Explained" von Dr. Stephan Langhoff, dem Geschäftsführer des renommierten Deutschen Taichi-Bundes DTB eV. Siehe auch Workgroup Yang Chengfu Tai Chi Center des Tai Chi Zentrum Hamburg eV.

Unter Praktizierenden des "Yang-Chengfu-Tai-Chi" herrscht eine deutlich ausgeprägte Unsicherheit und auch Unschlüssigkeit. Letztlich geht es um das richtigerweise als grundlegenden Konflikt empfundene "Glauben oder Wissen" - oder auch "Glauben-Wollen oder Wissen-Wollen". Die früher häufig hingenommene Verquickung von chinesischem Moralkodex, "Fake-News", Halbwahrheiten und allerlei widersprüchlichen Behauptungen wird zunehmend zu einem Grundsatz-Thema, welches sich auch in Ausbildungen wiederspiegelt. Lehrer-Ausbildungen im Yang-Chengfu-Taijiquan sind alles andere als einheitlich. Hier soll es um einen Teilbereich gehen: Der Unterscheidung von Heilslehren und dem DTB-Korrektiv. In der "Szene" sind manche Lehrende unstete Wanderer zwischen zwei konträren Welten der "International Association" und dem "Deutschen Taichi-Bund DTB eV". Letzterer rät ab von einer "Doppel-Strategie eines Mittelweges" und befürwortet eine klare Entweder-Oder-Zugehörigkeit".

Hier soll allen am "Yang-Chengfu-Tai-Chi" Interessierten eine sachgerechte Orientierung zur Entwicklung eigener unabhängiger Standpunkte aufgezeigt werden. Dafür bietet der DTB eV allen Interessierten eine praktische, klar strukturierte Entscheidungshilfe. Das Novum: Erstmalig wird dazu ein Zitate-Fundus unterschiedlicher Behauptungen zusammengestellt, analysiert und gegeneinander abgewogen. Auf dieser Basis spricht der Verband eine Empfehlung aus. Im Fokus steht das Bedürfnis nach seriöser Information und als übergreifendes Leitmotiv die Erkennbarkeit von "Fake-News". Grundlage ist die englischsprachige AK-Review "Yang-Chengfu-Center-Symdrome Explained". Der Fundus wird laufend aktualisiert.

Innere Haltungen

Die Weltanschauungen chinesischer Taiji-Meister bilden in westlicher Erwachsenenbildung oft einen Fremdkörper und führen fast zwangsläufig zu "gemischten Gefühlen". Als Yang Zhenduo und Yang Jun ab 1995 Yang Chengfu Center gründeten, folgten ihnen nur relativ wenige Schüler auf diesem "Neuen Weg", der schon dadurch von anfang an auffällig isoliert war. Insbesondere offenen Yang-Zhenduo-Schülern wie Dr. Stephan Langhoff vom Tai Chi Zentrum Hamburg eV. lehnten das allzu eng-gefasste Center-Weltbild ab, das so gar nicht mit dem Bildungsbereich hierzulande vereinbar war. Nach Ansicht des Experten ist diese neue Entwicklung ein Schritt in die falsche Richtung.

Statt also das erste deutsche Center zu gründen, distanzierte sich Dr. Langhoff von der IA und ihren Centern. Der DTB-Geschäftsführer sagt über seine innere Haltung: "In rund 30 Jahren Lehrtätigkeit im Tai Chi und Qigong hat sich für mich immer wieder ergeben, dass es besser ist, sich von Irrtümern seiner Lehrer zu distanzieren als sie mitzutragen, sie zu tabuisieren oder sie kleinzureden. Ohne eigene Recherche und Forschung wäre mir dies unmöglich gewesen".

Langjährige Untersuchungen der DTB-Clearing-Stelle zu inneren Haltungen der IA-Gefolgschaft belegen bei vielen ein klares Profil. Es stellt chinesische Esoterik-Tradition über westliche Standards des Bildungsbereichs. Die Priorität des "Glaubens" und der "gefühlten Fakten" gegenüber innerer Unabhängigkeit und Fakten-Check führt rasch zu einem sehr emotional gefärbten Selbstbild wie es in quasi-religiösen Glaubensgruppierungen anzutreffen ist.

Diese DTB-Ergebnisse werden verantwortungsbewußt Lehrende überraschen, wenngleich es historisch schon immer Taiji-Sekten gab. Denn eigentlich sollte Lehrerausbildung doch weltanschaulich neutral sein - gerade hierzulande, wo Krankenkassen-Standards eine wichtige Leitlinie darstellen. Die DTB-Dossiers sollen eine erste Orientierung und eine Argumentationshilfe bieten bzgl der Kernthese, dass die IA-Arbeitsweise mit Standards deutscher Erwachsenenbildung unvereinbar ist.

 

 

 

4. ERKLÄRUNGEN FÜR DIE INNEREN HALTUNGEN IM YANG-CHENGFU-CENTER-UMFELD

Wie soll man nun umgehen mit inneren Einstellungen, die "gefühlten Fakten" Vorrang einräumen vor den Fakten ist eine wichtige Frage - und eine ebenso wichtige ist diejenige nach Erklärungsmodellen solcher starren Haltungen. Wahrscheinlich kann man die Inneren Haltungen und Lehrer-Profile auf mehrere unterschiedliche Arten erklären - und vielleicht ist es im Einzelfall eine Kombination mit wechselnden Anteilen.  Im Folgen werden dazu einige Ansatzmöglichkeiten beschrieben. Diese komplexen Sachverhalte richtig zu verstehen ist selbst für Experten schwierig. Es bieten sich mehrere Erklärungen an. Vermutlich wirken sie übergreifend zusammen und sind nicht voneinander trennbar. Grundlage sind auch hier die englischsprachigen Artikel "The Yang Chengfu Center Syndrome Explained" und "The Seattle-Shanxi-Mission".

4.1. GLAUBEN STATT WISSEN-WOLLEN

Glaubensgemeinschaften haben Einstellungen, Sehweisen und Werte, die mit der Elle des Faktenchecks nicht zu messen sind. Man sollte sie zwar grundsätzlich akzeptieren - allerdings nicht im Bereich der Erwachsenenbildung, also der Taiji-Lehrerausbildung.

4.2. DREI AFFEN

Angesichts der "Phalanx der Ignoranz" in Teilen der Yang-Taiji-Szene drängt sich vielen das "Bild der drei Affen (nichts sehen, nichts hören, nichts sagen)" auf - und es kommt noch ein vierter dazu: "Nichts denken"!

4.3. NEW AGE: "TAI CHI IS WHAT I WANT IT TO BE

Der durchgängige Eindruck: Viele "lassen Yang Jun einen guten Mann sein" - und definieren "Tai Chi is what I want it to be". Weiterhin haben Eso-Folklore und Fundamentalismus Hochkonjunktur. Die weltweite, höchst heterogene Community um Yang Jun soll ja eigentlich eine Gemeinschaft sein für die "Werte der Familie Yang", doch sie trägt Lehre und Lehrinhalte bestenfalls halbherzig mit - und bastelt sich eigene Interpretationen. Die inneren Haltungen der "Directors" sind divergierender und irrationaler als erwartet; offenbar lassen viele der Center und Affiliates "Yang Jun einen guten Mann sein".

4.4. "POLITISCHE KORREKTHEIT" UND DIE "GENERATION SCHNEEFLOCKE"

STUDYGROUP "YANG CHENGFU TAI CHI" Dieser Erklärungsversuch ist wohl der plausibelste und anschaulichste. Dabei wird die eigene Meinung kalkuliert und konsequent an Loyalität und Moral gebunden. Der dänische Schriftsteller Hans Christian Andersen hat diese Verhaltensweise in seinem Märchen "Des Kaisers neue Kleider" thematisiert. Auch viele Lehrende in Deutschland huldigen den nackten Kaisern auf Seminaren und in ihrem Unterricht. Für sie ist es offenbar tabu, die vorgegebenen Weltanschauungen zu hinterfragen. Doch die Geisteshaltung der „politischen Korrektheit“ ist keine gute Möglichkeit der Begegnung mit der Realität - und sie kann auf lange Sicht nicht erfolgreich sein. Der Ansatz ist leicht zu integrieren in andere Phänomene unserer "post-faktischen Zeit". Auch braucht er nicht die Zuordnung zu einer Glaubensgemeinschaft.

Dazu gehört auch der Begriff  "Generation Snowflake (Generation Schneeflocke)". Er steht für Menschen, die als emotional hochverletzlich, psychisch fragil und wenig resilient wahrgenommen werden. Diese Generation gilt als kaum bereit, sich mit Ansichten auseinanderzusetzen, die ihren eigenen widersprechen. Sie fühlt sich durch Kritik schnell beleidigt, ist überempfindlich und sieht sich als etwas Besonderes und Einzigartiges ähnlich einem Schneeflocken-Kristall. „Snowflakes“ sind gewissermaßen gefrorene politische Korrektheit - sie können die komplexe Realität außerhalb ihrer Schutzzonen nur schwer ertragen. Es sind Menschen, die ihre Einzigartigkeit überhöhen und ein Gefühl für einen vermeintlich herausgehobenen Status entwickelten, ohne dass diese Einzigartigkeit irgendwie begründbar wäre. Quelle: Die Innere Haltung und traditionnelle Lehrerausbildungen.

In vielen Taiji-Schulen zeigt sich diese Weltsicht durch die Brille "politischer Korrektheit" und die Benutzung der entsprechenden Sprache, die alles tabuisiert, herunterdeutelt oder kleinredet, was das eigene Glaubengebäude bedrohen würde. Doch dabei bleibt die Wahrheit auf der Strecke und man kann weiter träumen, wo doch Aufwachen angesagt wäre. Viele Lehrer sind immer weniger bereit, sich mit den realen Fakten, Recherchen und Forschungen auseinander zu setzen. Sie ziehen sich zurück in die Schutzzonen "gefühlter Fakten". Sie tabuisieren, taktieren und lavieren, weil sie bei ihrem eigenen Werdegang viel zu wenig Resilienz entwickelt haben. Viele haben dabei falsch verstandener Harmonie zuviel Priorität eingeräumt. Sie binden ihre Meinung an Moral, Loyalität und Glauben - und bestätigen sich gegenseitig  ihre Traumwelten. Dieses systematische Ausblenden der Wirklichkeit kann man zwar schulterzuckend und tolerant als ihre Privatsache und als Defizit ihrer eigenen persönlichen Entwicklung ansehen, aber wenn sie als Ausbilder ihre Schüler in diese Glaubenswelten einbeziehen, so ist dies eine höchst negative Entwicklung. DTB-Ausbilder Dr. Langhoff sagt dazu: '"Höchstes Ziel bei der Lehrerausbildung sollte neben dem Fachlichen die Entwicklung des Schülers zu einer gefestigten Persönlichkeit sein, der sich kompetent und souverän mit gegenteiligen Auffassungen auseinandersetzt, um wahr und falsch klar zu trennen".

 

 

Unterricht, Satzung, Ziele und "Polititische Korrektheit bei der International Yang Family Tai Chi Association.

 

Zusatzkurse für Fachfortbildungen: Ausbildung Hannover Hamburg

Erschwerte Transparenz

Das bekannte Yang-Zhenduo-Portrait wird u. a. auch von Yang Chengfu Tai Chi Chuan Centern benutzt, ohne auf das Copyright des Tai Chi Zentrum Hamburg eV aus dem Jahre 1994 hinzuweisen, als Yang Zhenduo Seminare in Hamburg leitete. Dieses unfaire Verhalten erschwert die dringend gebotene Transparenz in der Anbieter-Szene und erhöht die Gefahr von Verwechslungen. Dazu kommen weitere Veröffentlichungen aus den Centern selbst und dem Yang-Jun-Umfeld wie angebliche Mailadressen von Dr. Langhoff etc.

Quelle: http://yangfamilytaichi.ie/history/

 

Update: Bonn Ausbildung Taijiquan