Yang Chengfu Tai Chi Chuan Center*

Online-Schulung für EU-Zertifizierung - Zentralverband DTB** bietet Teilnehmerschutz, Expertise und Ideologie-Freiheit

Faktencheck als Korrektiv zu Yang Juns International Yang Family Tai Chi Chuan Association*** für Schulen, Lehrer und Unterricht

Staatlich anerkannte berufliche Weiterbildung -Abstract "Yang-Chengfu-Center-Syndrom" <- 30 Jahre wissenschaftliche Forschung und Lehre

 

"YANG CHENGFU TAI CHI CENTER", DAS "YANG-CHENGFU-CENTER-SYNDROM" UND DIE INNEREN HALTUNGEN

STATUS QUO 2017

Ein Teil der deutschen Lehrerschaft bezieht sich auf Meister Yang Jun, seine Dachorganisation "International Association" und deren "Yang-Chengfu-Tai-Chi-Center" und "Affiliated Schools". Doch damit vertreten sie - unwissentlich oder bewußt - esoterisch-traditionelle Geisteshaltungen, die mit westlicher Erwachsenenbildung unvereinbar sind. Auf dieser Seite erklären der Dt. Taichi-Bund - Dachverband für Taichi und Qigong eV (DTB) und andere Verbände mit ihrem gemeinschaftlichem Korrektiv, was genau dahintersteckt. Letztlich verbirgt sich dahinter eine ausgeprägte innere Schwäche und zu geringe Resilienz. Es die Suche nach Geborgenheit, Harmonie und Einzigartigkeit bei gleichzeitigem Ignorieren der "harten Fakten" von Forschung und Recherche. Bei dieser „politischen Korrektheit“ wird die eigene Meinung an Loyalität und Moral chinesischer Organisatiionen gebunden. Doch nach DTB-Meinung kann diese Geisteshaltung auf lange Sicht nicht erfolgreich sein.

Der "Yang-Chengfu-Kult" und sein Guru-Nimbus der "Inneren Kampfkunst" war von anfang an in Deutschland vertreten. Ähnlich wie bei Syndikaten gibt es dabei oft einen einheitlichen Rahmen. Sie finden ihre wohl deutlichste Ausprägung bei Schulen, die von chinesischen Meistern schriftlich zertifiziert sind. Ein Beispiel sind die "Yang Chengfu Center" mit ihrem "Heilsbringer-Image". Weltweit stellen sich diese Schulen unter der Ägide von GM Yang Jun gern als Non-Plus-Ultra dessen dar, was sie als "Traditional Yang Family Taijiquan" bezeichnen. Endlich soll es das geben, was alle wünschen: Ein geeintes offizielles Zuhause für das über Generationen überlieferte Erbe der Familie Yang mit der Mission, der Menschheit zu helfen! Jeder kann diesen Weg gehen und zu einer auserwählten Gruppe gehören, denn laut Altmeister Yang Chengfu sind alle anderen Kampfkünste zweitrangig.

Doch das Lebenswerk des Altmeisters Yang Chengfu (1883-1936) wird oft geschönt. Zwar hat der "große Standardisierer" die Yang-Family-Tai-Chi Form stark vereinfacht und als Erster öffentlich gelehrt. Doch aus Sicht westlicher Erwachsenenbildung bestehen signifikante Defizite. Sie verschärften sich, als 1999 sein zweitjüngster Sohn Yang Zhenduo begann, "offizielle Yang Chengfu Center" zu gründen und für Lehrerausbildung im "Traditionellen Taijiquan" zu autorisieren. 2002 gründete der DTB eV die "Clearing-Stelle Yang Chengfu Center Syndrom" * mit dem Ziel von mehr Transparenz im Gesundheitswesen. Sie fordert: Bewährtes beibehalten, Überkommenes loslassen und Sinnvolles integrieren. Diese korrektiven Funktionen bilden mittlerweile die Grundlage der bundesweiten Arbeit.


Deutsche Taiji-Qigong-Verbände wie der DTB ev haben bereits in der Vergangenheit betont, daß die Yang Chengfu Tai Chi Center mit den Normen westlicher Erwachsenenbildung unvereinbar sind. Mängel und Defizite sind derart komplex, daß man schon von einem "Yang-Chengfu-Center-Syndrom" spricht. Erstmalig wird hier auf dieser Webseite "posture-inside.com" ein Teil des Beleg-Fundus mit einer Vielzahl von offiziellen Zitaten publiziert und mit DTB-Empfehlungen versehen. Dies belegt eindeutig: Es geht ein Riß durch das Yang-Chengfu-Taijiquan, der viele verunsichert. Die Behauptungen widersprechen sich derart als bezögen sie sich auf unterschiedliche Welten. Die vorliegende Untersuchung kann ihnen als Argumentationshilfe dienen.

Ein Novum dabei ist der gewählte Ausgangspunkt: Es sind die inneren Haltungen - einerseits das eng-gefaßte vorgegebene Weltbild in der engeren "Yang-Jun-Community" und andererseits die offenen weltanschaulich neutralen Sehweisen und Einstellungen in der DTB-Lehrerschaft. Dem TCZ-Ansatz eines Korrektivs werden dann Selbstbild und Fremdbild der Yang Chengfu Center gegenübergestellt. Dabei treffen "gefühlte Fakten" auf die harte Realität. Die zugrundeliegenden Geisteshaltungen lassen sich mglicherweise am besten erklären durch eine Kombination mehrerer Standpunkte. Die erfolgversprechendste und herausfordernste ist sicherlich ein weitverbreitetes Phänomen unserer Zeit: Die "Polititsche Korrektheit".

1. "YANG CHENGFU TAI CHI CENTER" - EIN ARBEITSKREIS DES TAI CHI ZENTRUM HAMBURG EV

STUDYGROUP "YANG CHENGFU TAI CHI" Diese Webseite "posture-inside.com" bildet ein signifikantes Novum: Sie spricht offen an, was in Glaubensgemeinschaften gern tabuisiert wird: Die eigene individuelle "Innere Haltung" und wie man sie im westlichen Bildungsbereich zu einer gefestigten Persönlichkeit weiterentwickelt. Der Hintergrund dieser Argumentationshilfe: Die traditionell eng-gefaßten Weltanschauungen chinesischer Taiji-Meister bilden aus Sicht westlicher Erwachsenenbildung in der Regel einen Fremdkörper und führen zwangsläufig zu Konflikten. Dies wird anschaulich erklärt am Praxis-Beispiel der "Yang Chengfu Tai Chi Center". Der gleichnamige TCZ-Arbeitskreis hat eine umfassende Liste von Fehlentwicklungen und Defiziten in Yang Juns Lehrsystem seines sogenannten "Traditional Yang Family Tai Chi Chuan" zusammengestellt, analysiert und bewertet. Grundlage waren insbesondere die englischsprachigen Artikel "The Yang Chengfu Center Syndrome Explained" und "The Seattle-Shanxi-Mission".

Yang Chengfu Seminare in Hamburg:Yang-Chengfu-Sohn Yang ZhenduoSeit Yang Zhenduos und Yang Juns Hamburger "Yang-Chengfu-Tai-Chi-Seminaren 1994 für Mitglieder des Tai Chi Zentrum Hamburg eV (TCZ) ist der legendäre Altmeister im Geiste zwar stets dabei aber unter stark korrigierendem Vorzeichen, das früh die Weichen stellte zu zukunftsorientierter Yang-Chengfu-Tai-Chi-Ausbildung für Prävention mit Kassen-Zulassung. Die Hamburger Schule für staatlich anerkannte berufliche Weiterbildung trägt seit 1992 das Qualitätssiegel für Verbraucher-Schutz des WB HH. Sie war nie ein "autorisiertes Yang Chengfu Tai Chi Center Hamburg" sondern hatte schon 1999 dieses Angebot abgelehnt und ihr übergreifendes Korrektiv zum Center-Syndrom entwickelt: Mit modernem Berufsbild ohne "Wude-Kodex" aber fakten-basiert und mit mehr Anatomie, Bewegungslehre / Bewegungsprinzipien, Gesundheits-Kontrolle und Didaktik. Seither bildet der Verzicht auf Eso-Guru-Kult, Fundamentalismus und Taiji-Folklore ein prägnantes TCZ-Markenzeichen und eine umfassende Argumentationshilfe für die Innere Haltung verantwortungsvoll lehrender Menschen.

1.1. EINFÜHRUNG

Das "chinesische Schattenboxen" Tai Chi Chuan (Taijiquan) entstammt dem Daoismus und der Yin-Yang-Philosophie.  Diese für Westler recht fremdartige "Lebenspflege" umfaßt traditionell so unterschiedliche Bereiche wie Innere Kampfkunst, Meditation /Spiritualität und Ganzheitliche Gesundheit. Das Ziel ist die Entwicklung innerer Kraft und das Verständnis der Yin-Yang-Philosophie. Dazu muss die Kunst gemäß den Taiji-Prinzipien natürlich richtig erlernt und betrieben werden. Die essentielle, allgemein anerkannte Lehr-Methodik ist "Sung (Entspannung)" und "Jin (Einsatz ganzheitlicher -Kraft bzw. Faszien)". Solo-Formen, Partner-Übungen und Waffenformen wie Dao (Säbel) und Jian (Schwert) gehören zum Standard-Curriculum. Weltweit am verbreitetsten ist der nach der Gründerfamilie benannte Yang-Stil. Der Großteile praktizierter Formen gehen zurück auf den Standardisierer in der 3. Stil-Generation Yang Chengfu (1883-1936).

Doch gerade unter verantwortungsvoll Lehrenden des "Yang-Chengfu-Tai-Chi" entwickelt sich ein wachsendes Unbehagen, denn negative Entwicklungen verdrängen zunehmend Faktencheck und seriöse Information. Dies gilt insbesondere für Heilslehren im Rahmen von Lehrerausbildungen. Vieles dabei ist unvereinbar mit Normen der Erwachsenenbildung und hat bei einem Teil von Vereinigungen und Schulen deutscher Yang-Stilisten den Wunsch nach einem "TAI-CHI-TÜV" wachsen lassen.

1.2. KORREKTIV "ZUKUNFTSORIENTIERTES YANG-CHENGFU-TAI-CHI"

Yang-Chengfu-Tai-Chi": Lehrer-Ausbildung DeutschlandDas hier vorgestellte vereinte Faktenfinder-Korrektiv von TCZ und DTB dient als ein praxisorientierter zukunftsweisender Schritt in diese Richtung. Zugrunde liegt das DTB-Konzept des "Richtig Lernens und Lehrens" von Dr. Stephan Langhoff. Für offene Yang-Stilisten ist es längst kein Geheim-Tipp mehr: Wer sachgerechte, ungefilterte Informationen über das "Yang-Chengfu-Tai-Chi-Chuan" braucht, wendet sich häufig an das Hamburger "Tai Chi Zentrum Hamburg e. V.". Der rege Zuspruch zeigt den weiterhin großen Bedarf. Bemerkenswert: Von anfang an wurde die Anlaufstelle und ihr Service selbst von Yang Chengfu Centern im In- und Ausland intensiv genutzt. Daher gilt: Angebote des "Hamburger Modells" sollte man nicht verwechseln mit aus dem Ausland vorgegebenen Ausbildungen von Verbänden chinesischer Meister wie die "International Association" und die ihnen angegliederten "Yang Chengfu Tai Chi Center" in Köln und Berlin. Der DTB distanziert sich von ihnen und bewertet sie als unvereinbar mit Standards westlicher Erwachsenenbildung. 

Das DTB-Konzept des "Richtig Lernen und Lehrens" hat einen völlig andersartige Lehr-Ansatz als der von Yang Jun. Dazu bekommt der Verband und die ihm angeschlossenen Schulen ein vielfältiges sehr positives Feedback weit über die Grenzen Deutschlands hinaus. Seit Jahren lassen sich verantwortungsvolle engagierte Lehrer in diesem ebenso modernen wie professionellen Rahmen fortbilden. Sie kommen mittlerweile aus folgenden Ländern: England, Finnland, Frankreich, Griechenland, Italien, Kasachstan, Kroatien, Mongolei, Niederlande, Österreich, Polen, Russland, Schweiz, Spanien, Türkei, Ungarn und der Ukraine. Die Seminare finden in Deutschland statt. Der DTB bietet zur Vor- und Nachbereitung des Unterrichts Lehr-DVDs, Skype-Kurse und die vielen Youtube-Kanäle mit Lehrproben, Training in Kleingruppen und Formlaufen.

Man kann nämlich, so ermutigende Meinungen in der Szene, das Konzept "Yang Chengfu Center" mit grundlegenden korrektiven Funktionen qualitativ anpassen und erweitern, um Tai-Chi-Lehrern objektiven, nachhaltigen Faktencheck zu bieten. Befragungen und Diskussionen zeigen deutlich den Wunsch, Yang Juns eng-gefaßte Weltanschauung "nach vorne zu definieren" - darunter sind auch Mitglieder der Studygroups Yang Chengfu Center Köln und Berlin. Ergebnisse könnten in die Curricula eingearbeitet und als Nachschulungen angeboten werden. Zu den korrektiven Funktionen gehört, so sagen 80%, in erster Linie mehr Ausbildung in Anatomie und Physiologie der Yang-Stil-Form. Eine wissenschaftlich orientierte Arbeitsweise befürworten über 70%. 60% betonen die Wichtigkeit von Transparenz in der Bezeichnung "Yang-Familientradition" und fast 50% stimmen zu, am Beispiel solcher Center die Möglichkeiten zur Abgrenzung zu östlichen Sekten und Heilslehren zu thematisieren. Mehr als 80% begrüßen, dass der DTB und seine Mitgliedsvereine keine Gebühren an Organisationen im Ausland zahlen. Nicht überraschend ist die praktisch 100%-ige Zustimmung zur weltanschaulichen Neutralität in der DTB-Lehrer-Ausbildung.

1.3. DTB UND TCZ BEANTWORTEN FRAGEN UND GEBEN EMPFEHLUNGEN

TCZ-Geschäftsführer Dr. Langhoff: Yang Chengfu Tai Chi Chuan Center und ihre Association sind nicht DTB-anerkannt. Andere Taiji-Qigong-Verbände Deutschlands haben sich diesem Verfahren angeschlossen. Die Center vertreten keinesfalls alle Clans der Yang-Familie sondern sie sind lediglich die offiziellen Schulen der "Seattle-Shanxi-Fraktion". Nur von ihr sind sie schriftlich zertifiziert. Manche nennen sich zudem auch "Tai Chi Zentrum" ohne DTB-Mitglieder zu sein. Sie entsprechen nicht den DTB-Standards. Die offizielle Lehre der "Seattle-Shanxi-Mission" ist u. a. publiziert auf www.esoguru.com und www.yangfamilytaichi.com. Der TCZ-Arbeitskreis "Yang Chengfu Center" hat mit seinen Forschungen und Recherchen bereits frühzeitig gravierende Mängel, Defizite und Fehl-Entwicklungen benannt, die der Dachverband hier erstmalig systematisch mit einem stetig aktualisieren Zitat-Fundus belegt und erklärt. Dies bietet jedem Interessierten eine umfassende Argumentationshilfe für die Bildung einer eigenen inneren Haltung, die klar unterscheidet zwischen fundamentalistischer Eso-Folklore und Qualitätsnormen westlicher Aus- und Weiterbildung.

Dazu bietet der DTB in Zusammenarbeit mit dem TCZ auf dieser Seite einen umfänglichen, laufend erweiterten Zitat-Fundus mit Gegenüberstellungen und Empfehlungen. Zum besseren Verständnis empfiehlt er, sich kritisch mit den Details der "Seattle-Interpretation", der "Seattle-Fraktion" und ihrer esoterisch-traditionellen Weltanschauung zu beschäftigen. Der Verband untergliedert das umfangreiche Thema in  drei Hauptbereiche: Lehre, Werte-Gemeinschaft und Lehr-Inhalte.

Hinweis in eigener Sache: Ausweitung des Kursangebots für ganz Deutschland: Der gemeinnützige DTB eV sucht zusätzliche gut geeignete Räumlichkeiten (Hallen, Studios, Gymnastikräume) für Unterricht des Yang-Chengfu-Tai-Chi-Chuan. Seine Lehrbeauftragten sind von den Krankenkassen anerkannt (ZPP-Zulassung), verfügen über das Abschlußzertifikat "Geprüfter Lehrer DTB" und bilden sich regelmäßig beim Verband fort.

3. YANG CHENGFU TAI CHI CENTER -  DAS SELBSTBILD

Als Yang Zhenduo und Yang Jun ab 1995 die ersten "Yang Chengfu Tai Chi Center" gründeten, folgten ihnen nur relativ wenige Schüler auf diesem "Neuen Weg", der von anfang an ziemlich isoliert war. Alle Yang Chengfu Tai Chi Center sind der offiziellen Yang-Jun-Doktrin verpflichtet. Einzig die von den Meistern Yang Zhenduo und Yang Jun schriftlich zertifizierten "Yang Chengfu Tai Chi Chuan Center" führen das Yang-Chengfu-Erbe im Sinne des Altmeisters fort. Den Schulen ist es anvertraut, den Traditionellen Yang-Stil zu unterrichten, wie er von der Yang-Familie in China praktiziert wird. Ginge es also nach Yang Jun, so würden seine Yang-Chengfu-Taijiquan-Center" weltweit als Synonym stehen für das "Traditionelle Yang-Family-Taijiquan". Soweit die Theorie - sie wird hier zunächst beschrieben. Die Grundlage der "Yang-Jun-Mission" bildet, so belegt es der Faktencheck, das "Primat gefühlter Fakten". Diese "Seattle-DNA" läßt sich nachweisen für alle drei Kernbereiche Heilslehre, Werte-Gemeinschaft und Lehr-Inhalte.

2. YANG CHENGFU TAI CHI CENTER - VORGEGEBENES SELBSTBILD

Zur Zeit (2017) gibt es ca. 40 Schulen.  Bereits 1995 wurden die ersten Center in den USA gegründet. Alle offiziellen Yang Chengfu Tai Chi Center sind von Meister Yang Zhenduo und Meister Yang Jun schriftlich zertifizierte Schulen. Sie bilden die autorisierten Vertretungen der Yang Familie. Für persönlichen Unterricht des Linienhalters richten sie einmal jährlich Yang-Jun-Seminare aus. Seine innere Einstellung und Berufung beschreibt der Großmeister auf www.yangfamilytaichichuan.com, www.esoguru.com m in Fachzeitschriften und in Interviews. In jüngster Zeit sind auch diverse "Mini-Online-Seminare" hinzugekommen. Gemäß dem Motto "Tu Gutes und sprich drüber" werden die offiziellen Botschaften der International Association von ihr selbst und der Schülerschaft weltweit verbreitet. Auch in den Medien und besonders den Sozial-Medien finden sich zahlreiche Publikationen - neuerdings auch ein "Flash-Mob-Video" der Seattle-Gruppe.

3.1. DIE LEHRE

Alle Yang Chengfu Tai Chi Center sind der offiziellen Lehre verpflichtet.

Für Yang Jun ist Tai Chi Chuan "eine Perle chinesischer Kampfkunst" und ein ganz besonderer taoistischer Stil für Gesundheit und Lebenskunst. Bekanntlich steht das Taiji-Symbol für "äußerstes Prinzip" oder "letzte Wahrheit". Seine Heilslehre stärkt das Gefühl, zu einer ausgewählten Gruppe zu gehören und an einem ganz besonderen Ziel mitzuarbeiten. Diese Zielsetzung ist, das Yang-Chengfu-Taijiquan "zum Wohle der Menschheit zu verbreiten". Dies geschieht auf der Basis des chinesischen "Wude-Moralkodex". Er steht für höchste moralische Werte und erfordert Gehorsam, Loyalität sowie Unterstützung der Philosophie, der Arbeitsweise und des Leistungsangebots der Association.

Yang Jun betont dabei besonders die wichtige Stellung seiner "Academic Instructors Of Traditional Yang Family Tai Chi Chuan"; sie repräsentieren den Charakter und die hohen moralischen Standards der Yang-Familie - immer aufrecht, sanft und offenherzig ("throughout history the Yang Family stands for high moral standards, always being upright, gentle and having an open heart. As a Academic Instructor you represent these same standards, demonstrating the character of the Yang Family and the image of the Association. Quelle: http://www.taiji-schule-siegen.de/downloads/  Academy-Instructor-Approval-Letter.pdf).

Für Yang Jun steht aber auch die "-Kraft" im Zentrum seiner Lehre. Tai Chi Chuan eine Methode zur Entwicklung innerer Energien. Der Weg ist  das Verständnis und die Befolgung der Zehn Prinzipien nach Yang Chengfu,  wie sie in den "Klassischen Schriften", den Klassikern der Yang-Familie und in den Aufzeichnungen von Yang Chengfu beschrieben werden.

2.2. DIE WERTE-GEMEINSCHAFT

Alle Yang Chengfu Tai Chi Center sind der offiziellen Werte-Gemeinschaft verpflichtet. Das Organisieren der Gemeinschaft vom Hauptquartier in Seattle ist komplex und Yang Jun hat die Strukturierung immer wieder ändern müssen. Die Association, ihre Center und die Gründer stehen stets im Rampenlicht und sollen der Community in allem den rechten Weg weisen.

Man ist auf die tiefgreifende Einheit in der Lehrerschaft und zwischen ihren Schulen angewiesen, um das Yang-Chengfu-Erbe zu bewahren und fortzuführen. Yang Jun braucht eine Community, welche das Gemeinschaftsgefühl fördert. Dazu dient u. a. die neue Zeitschrift "Connections". Besonders an die "Academic Instructors" wird appelliert, an der "Werte-Gemeinschaft" mitzuarbeiten und sich zu den "Moral Commitments" von Yang Chengfu zu bekennen. Sie tragen als "Eckpfeiler der Association" deren Image mit und sollen den Charakter der Yang-Familie persönlich vorleben. Dies wird durch Unterschrift besiegelt. Ziel ist eine klar strukturierte, von allen mitgetragene "Corporate Identity".

Als Dachorganisation für alle Center wurde am 29. 10. 1998 die "International Yang Style Tai Chi Chuan Association" von Yang Zhenduo und Yang Jun gegründet. Die Körperschaft hat ihren Sitz in Seattle, wohin Yang Jun im Folgejahr mit seiner Frau Fang Hong zog. Ihr Hauptzweck: Mehr Schüler zu generieren, Center zu bilden, Seminare und Wettbewerbe durchzuführen, enger zusammen zu arbeiten und das Yang-Family-Taijiquan zusammen zu verbreiten. Auch sollte enger mit anderen Kampfkunst-Organisationen zusammgearbeitet werden. Von anfang an suchte die Association auch den Schulterschluß mit den Großmeistern der offiziellen Familien-Stile und ihrer Verbände. Dies wurde bislang besonders deutlich auf den "Internationalen Tai Chi Symposien" 2009 und 2014 in den USA. Aus Sicht des "Seattle-Shanxi-Clans" wurde ein wichtiges Etappenziel erreicht: Mit der Association wurde endlich das geschaffen, was alle wünschen: Eine gemeinschaftliche offizielle Anlaufstelle für das seit Yang Luchan überlieferte Erbe der Familie Yang mit der offiziellen IYSTCCA-IYFTCCA-Website www.yangfamilytaichi.com.

2.2.2. YANG CHENGFU TAI CHI CHUAN CENTER

Bereits 1995 wurden die ersten Center in den USA gegründet. Zur Zeit (2017) gibt es ca. 40 Schulen in 17 Ländern (nach abweichenden offiziellen Angaben nur 28 in 12 Ländern. Alle offiziellen Yang Chengfu Tai Chi Center sind von Meister Yang Zhenduo und Meister Yang Jun schriftlich zertifizierte Schulen. Sie bilden angeblich die autorisierten Vertretungen der Gesamt-Familie Yang in den jeweiligen Ländern. Für persönlichen Unterricht des Linienhalters richten sie einmal jährlich Yang-Jun-Seminare aus. Seine innere Einstellung und Berufung beschreibt der Großmeister auf www.yangfamilytaichichuan.com, www.esoguru.com, in Fachzeitschriften und in Interviews. Die Namensgebung erfolgte zu Ehren von Yang Zhenduos Vater, dem Altmeister Yang Chengfu, dessen bleibendes Verdienst der Anfang der Verbreitung in China ist. Den Centern ist es anvertraut, den Traditionellen Yang-Stil zu unterrichten, wie er von der Yang-Familie in China unterrichtet wird.

Die ersten Center in den USA hatten die Meister Yang Zhenduo und Yang Jun bereits im Jahre 1995 gegründet. Die Namensgebung erfolgte zu Ehren von Yang Zhenduos Vater, dem Altmeister Yang Chengfu, dessen bleibendes Verdienst der Anfang der Verbreitung in China ist. Zur Zeit (2017) sind es ca. 40 Schulen. Den Centern ist es anvertraut, den Traditionellen Yang-Stil zu unterrichten, wie er von der Yang-Familie in China unterrichtet wird. Die offiziellen Yang Chengfu Tai Chi Center sind von Meister Yang Zhenduo und Meister Yang Jun schriftlich zertifizierte Schulen. Sie bilden die autorisierten Vertretungen der Yang Familie in den jeweiligen Ländern. Für persönlichen Unterricht des Linienhalters richten sie einmal jährlich Yang-Jun-Seminare aus.

In Deutschland gibt es lediiglich zwei solcher Center und zwei affiliierte Schulen - sie sind jedoch vom DTB und anderen Verbänden weder akkreditiert noch zertifiziert.

 

  • Yang Chengfu Tai Chi Chuan Center Berlin: "Offizielles Center der International Yang Family Tai Chi Chuan Association  ... In jedem Yang Chengfu (YCF-) Center /sic/ weltweit wird das Traditionelle Taijiquan der Yang-Familie unterrichtet (Traditioneller Yangstil) ... Die INTERNATIONAL YANG FAMILY TAI CHI CHUAN ASSOCIATION (http://www.yangfamilytaichi.com) - gegründet von Großmeister Yang Zhenduo und Meister Yang Jun - zertifizierte diese Berliner Taiji-Schule im Jahr 2005 und verlieh ihr den Namen Yang Chengfu Tai Chi Chuan Center Germany. Damit ist sie als offizielle Vertretung der Yangfamilie in Deutschland ausgewiesen. (Quelle: Berliner Center, Johannes Mergner, www.yangstil-taiji.de). DTB-Website-Review: Yang Chengfu Tai Chi Center Berlin.

  • "Yang Chengfu Tai Chi Chuan Center Köln: Yang Chengfu Tai Chi Chuan Center" sind die offiziellen Vertretungen der Yang Familie in den jeweiligen Ländern und von Großmeister Yang Zhenduo und/oder Meister Yang Jun schriftlich zertifizierte Tai Chi Schulen. ... Im Oktober 1998 gründeten die Meister Yang Zhenduo und Yang Jun die International Yang Style Tai Chi Chuan Association, in der sie die einzelnen Yang Chengfu Tai Chi Chuan Center zusammenfassten. Quelle: http://www.taichi-chuan.de/association.html " Quelle: Kölner Center, Frank Grothstück, www.taichi-chuan.de. DTB-Website-Review: Yang Chengfu Tai Chi Center Köln.

  • Tai Chi Kiel Associated School Thilo Krienke www.taichi-kiel.de

  • Seit 2000 bin ich Mitglied und seit 2013 Affiliated School Director (Zertifikat) der International Yang Family Tai Chi Chuan Association, die von Großmeister Yang Jun (6. Generation der Yang-Familie und Linienhalter des traditionellen Yang-Stils in der 5. Generation) geleitet wird. In deren Ranking bekleide ich den vierten Rang (Copper Tiger) und bin anerkannter Prüfer. Quelle: taichi-kiel.de/lehrer.html.

  • Taiji Schule Siegen Uli Hoffmann Associated School Director Academy Instructor www.taiji-schule-siegen.de

  • Als Teilnehmer eines internationalen Seminars für Traditionelles Yang Stil Taijiquan wurde ich 2003 mit Meister Yang Jun (6. Generation des traditionellen Yang Stils) sowie mit vielen Taiji-Freunden, Lehrern & Kollegen dieses Stils bekannt. Seitdem bilde ich mich als Taijiquan Lehrer entsprechend des in der Yangfamilie tradierten Qualitätsstandards und des stilübergreifend praktizierten Martial Art Levels im Traditionellen Yangfamilien Stil regelmäßig weiter. 2010 wurde ich durch die International Yang Family Tai Chi Chuan Association zum zertifizierten Lehrer (Certified Instructor) ernannt. Quelle: http://www.taiji-schule-siegen.de/lehrer/


3.2.2. YANG CHENGFU TAI CHI CHUAN CENTER

Seit Yang Luchan erfolgte eine vollständige, direkte Überlieferung "von Generation zu Generation". Die jetzigen Hauptvertreter des Yang Stils, Yang Zhenduo, der Sohn von Yang Chengfu, und sein Enkel, Meister Yang Jun verfügen über das Gesamtwissen der Familie.  Ihre Tai-Chi-Form folgt präzise den Bewegungen und Positionen von Yang Chengfu. Der legendäre Altmeister hat die Familien-Tradition durch Veränderung und Anpassung modernisiert.

Meister Yang Zhenduo wurde 1925 als zweitjüngster Sohn von Yang Chengfu geboren und gehört somit zur 4. Generation. Wichtig für sein Verständnis der Form und der Prinzipien erwiesen sich auch die handgeschriebenen Manuskripte der Familie, die ihm von seiner Mutter übergeben wurden. Sie enthalten die Tai-Chi-Klassiker und persönliche Notizen früherer Generationen.

Der 1968 in Taiyuan geborene Yang Jun ist ein Nachfahre des Yang-Stil-Gründers Yang Luchan in der 6. Generation. Als Sohn von Yang Daofang und Enkel von Yang Zhenduo soll er das Familien-Erbe fortführen. Bereits als Fünfjähriger begann er mit seinem Training. Er beherrscht mehrere Taijiquan-Formen, Schwert, Säbel und Push Hands. Seit 1995 hat er eine leitende Stellung in der "Shanxi Province Yang Style Tai Chi Chuan Association" mit über 30000 Mitgliedern. 1995 zeichnete ihn die "Chinese WuShu Academy" aus mit dem Titel "berühmter Wushu-Meister der Provinz Shanxi. Heute trägt er eine hohe Verantwortung, denn traditioneller Linienhalter zu sein erfordert eine Reihe von anspruchsvollen Vorbedingungen.

3.3. DIE LEHR-INHALTE DES "TRADITIONAL YANG FAMILY TAIJIQUAN NACH YANG CHENGFU"

Alle Yang Chengfu Tai Chi Center sind den offiziellen Lehrinhalten verpflichtet. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie den Traditionellen Yang-Stil praktizieren, wie er von der Yang-Familie in China unterrichtet wird. Solche Sachthemen rangieren in der Yang-Jun-Gefolgschaft an oberster Stelle, denn sie stehen naturgemäß für die Praktiker im Zentrum ihres Interesses. Wohl jeder kennt das Zitat "Welcome to the International Yang Family Tai Chi Chuan Association! We are an association of more than 40 schools around the world teaching tai chi as passed down from the Yang family ... The Yang Chengfu Tai Chi Chuan Centers are committed to teaching Traditional Yang Style Tai Chi as taught by the Yang Family in China" (Source: http://www.yangfamilytaichi.com/association).

Wohl jeder kennt das Yang-Jun-Dogma vom "Traditional Yang Family Taijiquan" - sozusagen das "Yang-Family-Tafelsilber", welches die "Seattle-Lehre" charakterisiert. Zu dieser "Wushu-DNA" zählen: Als ihr alleiniger Hüter lehrt Yang Jun das Tai Chi von Yang Chengfu. Dies ist keine modernisierte, vereinfachte oder verkürzte Form sondern die traditionelle. Als Linienhalter hat er das Gesamtwissen und zwar in vollständiger, direkter Überlieferung von Generation zu Generation. Er ist von der Gesamtfamilie zum Botschafter auserkoren und es ist seine Bestimmung, diesen Schatz mit der Welt zu teilen. Dieser Schatz ist, so die Botschaft, die Familien-Form wie sie in China von der Familie betrieben und überliefert wird.

Unverhandelbar ist auch die Zugehörigkeit der Tai-Chi-Praktizierenden zu einer "auserwählten Gemeinschaft": Es ist die Einzigartigkeit als "Innere Kampfkunst" mit Inneren Prinzipien, die unbesiegbar machen und die man außer in Xingyi und Bagua in keiner anderen Kampfkunst findet. Alle anderen, vornehmlich Shaolin, sind somit zweitrangig. Sie vertrauen auf grobe, isolierte Kraft und setzen niemals Ganzkörper-Energie ein. Es gewinnt stets der Härtere und Stärkere. Dies wird im offiziellen IA-Lehrer-Ranking sogar als notwendiges Standard-Wissen abgeprüft.

3. YANG CHENGFU TAI CHI CENTER UND AFFILIATED SCHOOLS - ZAHLEN, DIAGRAMME UND EINSCHÄTZUNGEN

Die harten Fakten von Statistiken, Webseiten und Chroniken geben zusätzlichen Aufschluß über Entwicklung, Zusammenhalt und die inneren Haltungen in der Yang-Jun-Entourage. Es zeigt sich ein nur geringer Ausbau der "Seattle-Shanxi-Mission". Das Gros der Lehrerschaft weltweit hält wohl doch eine gewisse Distanz zu den strengen Vorgaben von Glaubensgemeinschaften und ihren eng-gefaßten Weltbildern. Eigentlich ein ermutigendes Zeichen und ein gutes Omen für den TCZ-Korrektiv-Ansatz.

3.1. "YANG CHENGFU TAIJIQUAN CENTER" UND "AFFILIATED SCHOOLS" -

3.1.1. CENTER, SCHULEN, LEHRER: CHRONIK / ENTWICKLUNG

Das untenstehende Schaubild illustriert in Diagramm-Form die weltweite Entwicklung der Center und Schulen. Grundlage sind die Find-A-Teacher-Zahlen auf www.yangfamilytaichichuan.com von www.archive.org ab 2006 (Center) und ab 2012 (Affiliates).  Die Annäherungswerte der Tabelle bilden Stichpunkte zur Jahresmitte und beruhen auf offiziellen Angaben. Sie sollen einen ersten groben Überblick ermöglichen. Die unteren Zahlen bezeichnen die Center und die oberen Zahlen die Affiliates. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Nicht behandelt werden hier die Schließungen von Schulen und die Austritte aus der Association. Sie bilden eine eigene Chronik.

Yang Chengfu Tai Chi Center and Affiliates: Worldwide Development 2006-2017

Zwischen 2006 und 2017 hat sich demnach die Zahl der Center lediglich von 27 auf 40 erhöht. Die Zahl der Affiliates stieg von 3 im Jahre 2011 auf 34 in 2017. Gab es 2006 Center in 11 Ländern, so stieg die Zahl laut den benutzten Unterlagen geringfügig auf 13 Länder in 2017. Affilitates gab es 2011 in 3 Ländern und 2017 in 18 Ländern. Das zeigt zum einen, dass die "weltweite" Verbreitung über die letzte Dekade eine Illusion ist und es zeigt andererseits, daß sich lediglich die Zahl der leichter zu gründenden Affiliates zunahm.

3.1.2. DIE ENTWICKLUNG IN DEN USA

Überraschend ist, daß die Zahl der US-amerikanischen Center zwischen 2006 und 2017 mit lediglich 12 Zentren unverändert niedrig geblieben ist. Mit anderen Worten stagniert die Zahl trotz des Umzugs von Yang Jun von China nach Seattle auf niedrigem Niveau. Ähnlich verhält es sich mit den US-amerikanischen Affilliates: Gab es 2012 mit der Schule in Lexington erst eine einzige Affiliated School, so stieg die Zahl bis 2014 lediglich auf fünf Affiliates  in Lexington, San Francissco, Dubuque, Rockland und Morrisville. Seither stagniert sie auf diesem niedrigen Niveau.

Affiliates: US Development 2012-2017

3.1.3.DIE NEUERE ENTWICKLUNG IN CHINA

Eine zunehmend wichtige Rolle könngen die chinesischen Vertretungen spielen: Gab es 2006 nur eine so stieg die Zahl in 2017 auf 7 Vertretungen (Center und Schulen zusammen).

Das einzige Center in England gab es ab 2006 und wechselte nach Cambridge in 2010. Die Leiterin Therese Teo Meimei ist zugleich zuständig für Europa und leitet das einzige Center für ganz Skandinavien in Stockholm

3.2. IMAGE: YANG-JUN-DOKTRIN WIRD NUR TEILWEISE BEFOLGT - BELEG-BEISPIELE AUS DER PRAXIS

Alle Yang Chengfu Tai Chi Center sind der offiziellen Yang-Jun-Doktrin verpflichtet - soweit die Theorie. Doch wie sieht es in der Realität aus?

Zu den üblichen Info-Bereichen von Yang Juns Schülern zählen naturgemäß Termine für wöchentlichen Unterricht, Wochenend-Seminare sowie die Taiji-Essentials für Innere Kampfkunst. Besonders aufschlußreich für das Erscheinungsbild ist der Bereich "Find A Teacher", also die offizielle Datenbank für Center / Affiliates. Sämtliche mit der Yang Familie assoziierte Schulen und zertifizierte Lehrer werden auf der Webseite der Yang Family Association (www.yangfamilytaichi.com) gelistet - übrigens unter der Rubrik "Classes" und nicht unter der Rubrik "Members". Die Analyse dieser IA-Datenbanken offenbart tiefgreifende Einblicke in die völlig unterschiedlichen inneren Haltungen und Einstellungen der IA-Lehrerschaft.

Die IA erweckt den Eindruck, daß bei allen Centern weltweit gleiche Normen bestehen. In der Tat sind auch alle Schulen zu dieser Einheitlichkeit verpflichtet, denn genau dazu haben sie sich ja vereinigt: Die IA wurde gegründet mit dem Ziel, allen Schulen in allen Ländern in einer "kohäsiven Struktur" also zu einer erkennbaren Identität zu kombinieren. Doch bieten sie keinesfalls das geforderte einheitliche Erscheinungsbild. Auch machen Center unterschiedliche Angaben dazu, von welcher Association sie autorisiert sind: Genannt werden mal die YFTCCA und mal die YSTCCA. Man ist sich offenbar selbst darüber uneins, wie sich ihre Dachorganisation eigentlich nennt.

Dies ist durch Center-Website-Reviews leicht belegbar und zwar in allen Kernbereichen, also Lehre, Werte-Gemeinschaft und Lehrinhalte. Fazit: Die Lehrerschaft stellt keinesfalls eine homogene Werte-Gemeinschaft dar sondern es herrscht vielmehr das Motto "Tai Chi is what I want it to be. Ein nachhaltiger Einsatz für die offiziellen Yang-Jun-Mission erweist sich also als eine Illusion. Dies ist für die beabsichtigte Hilfestellung für die Lehrersuche alles andere als eine gute Visitenkarte. Quelle der jüngsten TCZ-Analysen war die folgende Lehrerliste. Dort kann sich jeder ein eigenes Bild machen.

3.3. FIND A TEACHER - (STAND 17.6. 2017)

Lehrer-Suche über die IA-Homepage: Europäische Center und Schulen der Association

Hinweis Lehrersuche: Die bei der Association geltenden Qualifikationen sind von DTB und TCZ nicht anerkannt.

Zertifizierung und Akkreditierung ohne Nachschulung somit ausgeschlossen.

(Quelle: (www.yangfamilytaichi.com/association/centers/ und www.yangfamilytaichi.com/association/affiliates/)

   Bulgarien

  • Plovdiv - Stanislav Bagalev
  • Sofia - Sports Club Black Dragon, Dimitar Mihaylov
  • Stara Zagora - Tihomir Todorov

   Deutschland

  • Köln
  • Berlin
  • Kiel - Thilo Krienke
  • Siegen - Uli Hoffmann

   England

  • Cambridge

   Frankreich

  • Lyon
  • Paris
  • Pau
  • Toulouse
  • Limoges - Claudette Jarnolle
  • Lyon - Bambou Balance
  • Pau - Eliane Aguettaz
  • Paris - Serge Coux

   Italien

  • Florence (Firenze)
  • Milan (Milano)
  • Rome (Roma)
  • Varese
  • Florence - Brunetto Cortigiani
  • Florence - Valentina Marinai
  • Rome - Roberto Carchio
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   Slowenien

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4. ERKLÄRUNGEN FÜR DAS YANG-CHENGFU-TAI-CHI-CENTER-SYNDROM

Erklärungsversuche

Innere Haltung und Lehrer-Profile auf mehrere Arten zu erklären

Diese komplexen Sachverhalte richtig zu verstehen ist selbst für Experten schwierig. Es bieten sich mehrere Erklärungen an. Vermutlich wirken sie übergreifend zusammen und sind nicht voneinander trennbar.

von oben: Dies wird anschaulich erklärt am Praxis-Beispiel der "Yang Chengfu Tai Chi Center". Der gleichnamige TCZ-Arbeitskreis hat eine umfassende Liste von Fehlentwicklungen und Defiziten in Yang Juns Lehrsystem seines sogenannten "Traditional Yang Family Tai Chi Chuan" zusammengestellt, analysiert und bewertet. Grundlage waren insbesondere die englischsprachigen Artikel "The Yang Chengfu Center Syndrome Explained" und "The Seattle-Shanxi-Mission".

TCZ-Studygroup - Yang Chengfu Tai Chi Center * - die innere Haltung TCZ-Korrektiv zu Yang Juns "Yang Chengfu Tai Chi Centern" mit Faktenfinder und Empfehlungen Staatlich anerkannte berufliche Weiterbildung mit zukunftsorientiertem Yang-Chengfu-Taijiquan für Prävention und Reha

4.1. GLAUBEN STATT WISSEN-WOLLEN

Glaubensgemeinschaften haben Einstellungen, Sehweisen und Werte, die mit der Elle des Faktenchecks nicht zu messen sind. Man sollte sie zwar grundsätzlich akzeptieren - allerdings nicht im Bereich der Erwachsenenbildung, also der Taiji-Lehrerausbildung.

4.2. DREI AFFEN

Angesichts der "Phalanx der Ignoranz" in Teilen der Yang-Taiji-Szene drängt sich vielen das "Bild der drei Affen (nichts sehen, nichts hören, nichts sagen)" auf - und es kommt noch ein vierter dazu: "Nichts denken"!

4.3. NEW AGE: "TAI CHI IS WHAT I WANT IT TO BE

Der durchgängige Eindruck: Viele "lassen Yang Jun einen guten Mann sein" - und definieren "Tai Chi is what I want it to be". Weiterhin haben Eso-Folklore und Fundamentalismus Hochkonjunktur. Die weltweite, höchst heterogene Community um Yang Jun soll ja eigentlich eine Gemeinschaft sein für die "Werte der Familie Yang", doch sie trägt Lehre und Lehrinhalte bestenfalls halbherzig mit - und bastelt sich eigene Interpretationen. Die inneren Haltungen der "Directors" sind divergierender und irrationaler als erwartet; offenbar lassen viele der Center und Affiliates "Yang Jun einen guten Mann sein".

4.4. "POLITISCHE KORREKTHEIT" UND DIE "GENERATION SCHNEEFLOCKE"

STUDYGROUP "YANG CHENGFU TAI CHI" Dieser Erklärungsversuch ist wohl der plausibelste und anschaulichste. Dabei wird die eigene Meinung kalkuliert und konsequent an Loyalität und Moral gebunden. Der dänische Schriftsteller Hans Christian Andersen hat diese Verhaltensweise in seinem Märchen "Des Kaisers neue Kleider" thematisiert. Auch viele Lehrende in Deutschland huldigen den nackten Kaisern auf Seminaren und in ihrem Unterricht. Für sie ist es offenbar tabu, die vorgegebenen Weltanschauungen zu hinterfragen. Doch die Geisteshaltung der „politischen Korrektheit“ ist keine gute Möglichkeit der Begegnung mit der Realität - und sie kann auf lange Sicht nicht erfolgreich sein. Der Ansatz ist leicht zu integrieren in andere Phänomene unserer "post-faktischen Zeit". Auch braucht er nicht die Zuordnung zu einer Glaubensgemeinschaft.

Dazu gehört auch der Begriff  "Generation Snowflake (Generation Schneeflocke)". Er steht für Menschen, die als emotional hochverletzlich, psychisch fragil und wenig resilient wahrgenommen werden. Diese Generation gilt als kaum bereit, sich mit Ansichten auseinanderzusetzen, die ihren eigenen widersprechen. Sie fühlt sich durch Kritik schnell beleidigt, ist überempfindlich und sieht sich als etwas Besonderes und Einzigartiges ähnlich einem Schneeflocken-Kristall. „Snowflakes“ sind gewissermaßen gefrorene politische Korrektheit - sie können die komplexe Realität außerhalb ihrer Schutzzonen nur schwer ertragen. Es sind Menschen, die ihre Einzigartigkeit überhöhen und ein Gefühl für einen vermeintlich herausgehobenen Status entwickelten, ohne dass diese Einzigartigkeit irgendwie begründbar wäre. Quelle: Die Innere Haltung und traditionnelle Lehrerausbildungen.

In vielen Taiji-Schulen zeigt sich diese Weltsicht durch die Brille "politischer Korrektheit" und die Benutzung der entsprechenden Sprache, die alles tabuisiert, herunterdeutelt oder kleinredet, was das eigene Glaubengebäude bedrohen würde. Doch dabei bleibt die Wahrheit auf der Strecke und man kann weiter träumen, wo doch Aufwachen angesagt wäre. Viele Lehrer sind immer weniger bereit, sich mit den realen Fakten, Recherchen und Forschungen auseinander zu setzen. Sie ziehen sich zurück in die Schutzzonen "gefühlter Fakten". Sie tabuisieren, taktieren und lavieren, weil sie bei ihrem eigenen Werdegang viel zu wenig Resilienz entwickelt haben. Viele haben dabei falsch verstandener Harmonie zuviel Priorität eingeräumt. Sie binden ihre Meinung an Moral, Loyalität und Glauben - und bestätigen sich gegenseitig  ihre Traumwelten. Dieses systematische Ausblenden der Wirklichkeit kann man zwar schulterzuckend und tolerant als ihre Privatsache und als Defizit ihrer eigenen persönlichen Entwicklung ansehen, aber wenn sie als Ausbilder ihre Schüler in diese Glaubenswelten einbeziehen, so ist dies eine höchst negative Entwicklung. DTB-Ausbilder Dr. Langhoff sagt dazu: '"Höchstes Ziel bei der Lehrerausbildung sollte neben dem Fachlichen die Entwicklung des Schülers zu einer gefestigten Persönlichkeit sein, der sich kompetent und souverän mit gegenteiligen Auffassungen auseinandersetzt, um wahr und falsch klar zu trennen".

von qa.eunrwetc

In vielen Taiji-Schulen zeigt sich ein neues bundesweites Phänomen - es ist die Weltsicht durch die Brille "politischer Korrektheit" und die Benutzung der entsprechenden Sprache, die alles tabuisiert, herunterdeutelt oder kleinredet, was das eigene Glaubengebäude bedrohen würde. Oft genug bleibt dabei die Wahrheit auf der Strecke und man kann weiter träumen, wo doch Aufwachen angesagt wäre.

Viele Lehrer sind immer weniger bereit, sich mit den realen Fakten, Recherchen und Forschungen auseinander zu setzen. Sie ziehen sich zurück in die Schutzzonen "gefühlter Fakten". Sie tabuisieren, taktieren und lavieren, weil sie bei ihrem eigenen Werdegang viel zu wenig Resilienz entwickelt haben. Viele haben dabei falsch verstandener Harmonie zuviel Priorität eingeräumt. Sie binden ihre Meinung an Moral, Loyalität und Glauben - und bestätigen sich gegenseitig  ihre Traumwelten

Dieses systematische Ausblenden der Wirklichkeit kann man zwar schulterzuckend und tolerant als ihre Privatsache und als Defizit ihrer eigenen persönlichen Entwicklung ansehen, aber wenn sie als Ausbilder ihre Schüler in diese Glaubenswelten einbeziehen, so ist dies eine höchst negative Entwicklung. DTB-Ausbilder Dr. Langhoff sagt dazu: '"Höchstes Ziel bei der Lehrerausbildung sollte neben dem Fachlichen die Entwicklung des Schülers zu einer gefestigten Persönlichkeit sein, der sich kompetent und souverän mit gegenteiligen Auffassungen auseinandersetzt, um wahr und falsch klar zu trennen".

Dazu gehört auch der Begriff  "Generation Snowflake (Generation Schneeflocke)". Er steht für Menschen, die als emotional hochverletzlich, psychisch fragil und wenig resilient wahrgenommen werden. Diese Generation gilt als kaum bereit, sich mit Ansichten auseinanderzusetzen, die ihren eigenen widersprechen. Sie fühlt sich durch Kritik schnell beleidigt, ist überempfindlich und sieht sich als etwas Besonderes und Einzigartiges ähnlich einem Schneeflocken-Kristall. „Snowflakes“ sind gewissermaßen gefrorene politische Korrektheit - sie können die komplexe Realität außerhalb ihrer Schutzzonen nur schwer ertragen. Es sind Menschen, die ihre Einzigartigkeit überhöhen und ein Gefühl für einen vermeintlich herausgehobenen Status entwickelten, ohne dass diese Einzigartigkeit irgendwie begründbar wäre. Quelle: Die Innere Haltung und traditionnelle Lehrerausbildungen: Eine gemeinschaftliche Aktion von Yang Chengfu Tai Chi und www.Tai-Chi-Qigong-verband.de/.


 

neue Stundenbilder für Vorbereitung und Nachbereitung der workgroup Lehrerausbildung Göttingen